EPRA-Reporting: Übergreifende Empfehlungen und Performance-Bericht

Übergreifende Empfehlungen

EPRA-Reporting: Übergreifende Empfehlungen und Performance-Bericht

Einleitung

Unternehmensporträt
Die LEG Immobilien SE ist ein Wohnungsunternehmen mit 171.360 Mietwohnungen (ca. 500.000 Mieter) mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 63 Quadratmetern sowie 1.600 Gewerbeeinheiten. 

Der Fokus der LEG liegt auf bezahlbarem Wohnraum. Die Bestände richten sich insbesondere an die steigende Zahl kleinerer Haushalte, die für das Marktsegment des Unternehmens charakteristisch sind. Der regionale Schwerpunkt des LEG-Portfolios liegt in Nordrhein-Westfalen, wo sich rund 80 % der Wohneinheiten befinden. Darüber hinaus ist die LEG u.a. auch in den westdeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz als Vermieterin präsent. 

Das Kerngeschäft des Unternehmens liegt in der Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestands. Das Geschäftsmodell der LEG hat zum Ziel, ihr Geschäftsmodell unter Berücksichtigung externer Rahmenbedingungen zukunftsfähig aufzustellen und die Interessen aller wesentlichen Stakeholder zu berücksichtigen. Die Strategie ruht auf drei Säulen: der Optimierung und Digitalisierung des Kerngeschäfts, dem Ausbau der Wertschöpfungskette und der Stärkung des Portfolios. 

Der Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf zählte im Jahr 2025 2.117 Beschäftigte. Eine Reihe von LEG-Gesellschaften ist für den Besitz und die Verwaltung der Immobilien verantwortlich.

Seit 2017 weist das Unternehmen die Leistung in den Bereichen Gesellschaft und Umwelt aus und erweitert kontinuierlich den Umfang der von der Berichterstattung erfassten Indikatoren und Immobilien. Die LEG ist Mitglied der EPRA und erstellt den Bericht zu Umwelt und Gesellschaft neben anderen anerkannten Berichterstattungsstandards im Einklang mit den Best Practice Recommendations on Sustainability Reporting (sBPR) der EPRA. Der Bericht unterteilt sich in zwei Abschnitte:

1. Übergreifende Empfehlungen
2. Performance-Bericht


1. Übergreifende Empfehlungen

Systemgrenzen

Die LEG veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2025 neben der nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b und 315c HGB i.V. m. § 289c-e HGB auch die EPRA Sustainability Best Practices Recommondations (sBPR). Das Regelwerk umfasst die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte, die aufgrund ihrer erheblichen Auswirkungen auf Umwelt-, Sozial- und Unternehmenskulturbelange von Bedeutung sind. Der Bericht wurde in Konformität mit der vierten Version der EPRA sBPR-Richtlinie erstellt.

Der Konsolidierungskreis für das EPRA-Reporting entspricht dem der nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß §§ 315b, 315c i. V. m. §§ 289c–289e HGB. Ausgenommen sind die Verbräuche und Emissionen des Fuhrparks sowie des von der LEG betriebenen Biomasseheizkraftwerks. Dadurch ergeben sich Abweichungen in den Kennzahlen zwischen den beiden Berichten.

Für die einzelnen Performance Kennzahlen befindet sich jeweils der folgende Anteil am Immobilienbestand innerhalb der Systemgrenzen: 

 

  • Strom: Die LEG ist zuständig für Einkauf/Abgeltung des gesamten Stromverbrauchs für die Allgemeinflächen, der durch den von ihr verwalteten Immobilienbestand verursacht wird.
  • Brennstoffe und Fernwärme / -kälte: Für rund 58 % (2024) der von der LEG verwalteten Immobilien lagen Ist-Daten zu Brennstoffen und/oder Fernwärme vor. Die verbleibende Datenlücke wurde mit rund 38 % durch Hochrechnungen auf Basis der Energieausweise und rund 4 % anhand von Gebäudealters-Clustern geschlossen.
  • Wasser: Die LEG ist zuständig für Einkauf/Abgeltung des gesamten Wassers, das in dem von ihr verwalteten Immobilienbestand verbraucht wird.
  • Abfall: Die LEG ist in dem von ihr verwalteten Immobilienbestand verantwortlich für die Abfuhr und Entsorgung des in den Mietobjekten anfallenden Abfalls.
  • Mitarbeiter: Die Berichterstattung erfolgt für alle direkt von der LEG beschäftigten Mitarbeiter, einschließlich der 100-%igen Konzerntöchter LEG Wohnen NRW (die für die operative Verwaltung der Immobilien verantwortlich ist) und LEG Management (die alle Bereiche der Unternehmensführung überwacht). Bei Joint Ventures beschäftigte Mitarbeiter sind teilweise ausgenommen, da sie sich nicht im Bereich der vollen operativen Kontrolle befinden.
  • Bestandsgesundheit und -sicherheit und Förderung der Gemeinschaft: Die LEG ist in allen verwalteten Immobilien verantwortlich für die Durchführung von Gesundheits- und Sicherheitsüberprüfungen, die Einhaltung von Vorschriften und die Förderung der Gemeinschaft.
  • Die Governance-Daten beziehen sich auf den Aufsichtsrat und den Vorstand der LEG.

 

Erfassung
Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich absolute Performance-Kennzahlen zu Brennstoffverbrauch, Fernwärme und -kälte, Gebäudezertifizierungen, Bestandsgesundheit und -sicherheit und Förderung der Gemeinschaft auf 100 % der Wohnungen, die in die oben festgelegten Systemgrenzen fallen. 

Die Erfassung des Stromverbrauchs bezieht sich auf 100 % der in den Systemgrenzen befindlichen Wohnungen (2024: 97 %). 

Die Erfassung der Wasserdaten bezieht sich auf 47 % der in den Systemgrenzen des Unternehmens befindlichen Wohnungen. Die verbleibenden 53 % sind ausgenommen, da hierfür keine Verbrauchsdaten vorliegen. 

Die Erfassung der Abfalldaten bezieht sich auf 23 % des verwalteten Immobilienbestands. Für diese Wohnungen wird ein eigener Dienstleister eingesetzt, der mit dem Abfallmanagement beauftragt ist und Daten zu dem anfallenden Abfallvolumen erhebt, welche anschließend mithilfe eines Umrechnungsfaktors in Tonnen umgerechnet werden.

Schätzung von mit dem Vermieter abgerechneten Versorgungsleistungen
Bei den Daten für 2025 zu Strom und Wasser handelt es sich zu 100 % um geschätzte Daten, da die tatsächlichen Verbrauchsdaten zu Redaktionsschluss nicht vorlagen. Dazu wurden die absoluten Daten und Verbrauchskennwerte auf Grundlage der Verbrauchsdaten für 2024 berechnet und entsprechend den Abgängen 2025 und Zugängen 2025 im Bestand extrapoliert.

Die Daten für 2025 für Heizung und Brennstoffe beruhen auf Schätzungen, da die tatsächlichen Verbrauchsdaten zu Redaktionsschluss nicht vorlagen. Die Schätzungen wurden auf der Grundlage folgender Methodik durchgeführt: Es werden die Ergebnisse der CO2-Bilanz aus dem Jahr 2024 herangezogen und um Portfolioveränderungen und mittels Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf das Berichtsjahr bereinigt. Diese Bereinigung ist notwendig, um die Witterungsbedingungen für das Berichtsjahr 2025 abzubilden. Zudem werden die Treibhausgaseinsparungen aus bereits durchführten Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2025 berücksichtigt.

Die im Vorjahr für das Jahr 2024 geschätzten Werte für Strom, Wasser, Heizung und Brennstoffe wurden durch die tatsächlichen Verbrauchswerte 2024 ersetzt.

Für Verwaltungsgebäude werden die Wasserverbräuche für die Jahre 2024 und 2025 auf Basis der zuletzt verfügbaren Verbrauchsdaten hochgerechnet.

Die Abfalldaten werden von einem Dienstleister, der als Abfallmanager für circa 23 % des Immobilienbestands tätig ist, ausgewiesen. Es erfolgte eine Auswertung der kombinierten Volumina der von der LEG an diesen Immobilien bereitgestellten Abfallcontainer. Diese entsprechen nicht immer den tatsächlichen Füllmengen der Abfallcontainer. Ferner entsprechen diese Werte nicht dem tatsächlichen Abfallaufkommen in diesen Immobilien, da ein Teil des Abfalls in öffentlichen Containern entsorgt wird, die direkt von der örtlichen Gemeinde geleert werden. 

Die Umrechnung der in von der LEG bereitgestellten Abfallcontainern anfallenden Volumina in Tonnen beruht auf allgemeinen Umrechnungsfaktoren je Abfallart. Auf diese Umrechnungsfaktoren wurde pauschal ein 10-%iger Aufschlag vorgenommen, da die Abfallcontainer durch das aktive Müllmanagement des Dienstleisters eine über dem Durchschnitt liegende Abfallmenge fassen (mit Ausnahme von Biomüll). Umrechnungsfaktoren: Restmüll: 0,11 t/m3; Wertstoffe: 0,033 t/m3; Papier, Pappe, Kartonage: 0,22 t/m3; Biomüll: 0,25 t/m3


Unabhängige Prüfung
Die relevanten Kennzahlen wurden der nichtfinanziellen Konzernerklärung entnommen und unterlagen somit einer prüferischen Durchsicht durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer. Soweit die in diesem Bericht enthaltenen Kennzahlen aus der nichtfinanziellen Berichterstattung stammen, handelt es sich entsprechend um geprüfte Daten. Die Berechnung des LFL wurde hingegen nicht durch unabhängige Dritte überprüft, basiert jedoch auf der zugrunde liegenden geprüften Datengrundlage.

 

Grenzen – Berichterstattung zu dem Vermieter und dem Mieter in Rechnung gestellten Verbrauch
Die Daten für Strom und Wasser beziehen sich nur auf den Verbrauch (basierend auf Zählerständen und Rechnungen), den die LEG als Vermieter für Allgemeinflächen/zentrale Dienstleistungen und/oder Privatwohnungen einkauft (und der anschließend den Mietern in Rechnung gestellt wird). Nicht berücksichtigt werden Daten, die den Mietern direkt in Rechnung gestellt werden (d. h. Rechnungen, die die Mieter direkt von ihrem Versorger erhalten). 


Analyse – Normierung
Die Verbrauchskennwerte wurden auf Grundlage der Grundfläche (Quadratmeter) für gesamte Gebäude, einschließlich Mietwohnungen, berechnet. Die LEG ist sich bewusst, dass die Methodik zur Berechnung der Verbrauchskennwerte eine Diskrepanz zwischen Zähler und Nenner aufweist, da die Stromrechnungen nur für Allgemeinflächen, die Rechnungen für Brennstoffe, Fernwärme und Wasserverbrauch jedoch sowohl für Allgemeinflächen/zentrale Dienstleistungen als auch für Mietflächen vorhanden sind (eine Trennung der Verbräuche ist nicht möglich).

Performance-Kennzahlen zu Gesundheit und Sicherheit werden mittels folgender Formeln berechnet:

  • Verletzungsrate = Anzahl der gemeldeten Verletzungen/Gesamtzahl der gearbeiteten Stunden
  • Arbeitsausfallrate = Anzahl der Ausfalltage (ab drei Tagen) durch Verletzungen am Arbeitsplatz/Gesamtzahl der Arbeitstage
  • Abwesenheitsrate = Anzahl der Fehltage aufgrund von Krankheit/Gesamtzahl der Arbeitstage
     

Analyse – Segmentanalyse (nach Objekttyp, geografischer Lage)
Der Segmentanalyse wird der im Finanzbericht verwendete Objektklassifizierung (siehe Geschäftsbericht 2025) zugrunde gelegt. Demnach umfasst das Portfolio der LEG rund 171.360 Wohnungen und 1.600 Gewerbeeinheiten.

In der Segmentanalyse wird nicht zwischen Wohn- und Gewerbeeinheiten unterschieden, da sich diese in denselben Gebäuden befinden und sich daher der mit dem Vermieter abgerechnete Verbrauch nicht trennen lässt. Eine weitere Segmentanalyse nach geografischer Lage ist nicht relevant, da sich die Wohnungen zu rund 80 % in Nordrhein-Westfalen und der übrige Anteil in weiteren deutschen Bundesländern und damit in derselben Klimazone befinden. 
 

Angaben zu den Verwaltungsgebäuden
Seit dem Kalenderjahr 2023 werden sämtliche Verwaltungsgebäude berichtet. Die Verwaltungsflächen umfassen dabei den Hauptsitz der LEG, die Niederlassungsstandorte sowie zahlreiche kleinere Verwaltungsflächen der LEG.

Es werden 100 % der Flächen erfasst und alle vorliegenden Verbräuche berichtet. 

Zur Erhebung der Abfallmengen erfolgte eine Auswertung der kombinierten Volumina der Abfallcontainer. Diese entsprechen nicht immer den tatsächlichen Füllmengen der Abfallcontainer. Die Umrechnung der Volumina in Tonnen beruht auf allgemeinen Umrechnungsfaktoren je Abfallart.


Zeitraum der Berichterstattung
Absolute Performance-Kennzahlen und Verbrauchskennwerte beziehen sich auf das letzte Berichtsjahr (2025). Die Like-for-like-Betrachtung der Performance-Kennzahlen für Strom und Heizenergie bezieht sich auf die beiden letzten Jahre, wobei für das Jahr 2025 extrapolierte Kennzahlen herangezogen werden. Die Like-for-like-Betrachtungen der Performance-Kennzahlen für Wasser beziehen sich auf die beiden letzten Jahre, für die tatsächliche Verbrauchsdaten erhoben werden konnten (2024 und 2023). Für weitere Informationen siehe Abschnitt „Schätzung von mit dem Vermieter abgerechneten Versorgungsleistungen“. 

Abweichend davon bezieht sich für den Bereich Abfall die Like-for-like-Betrachtung auf die Jahre 2025 und 2024, da für diese Jahre die entsprechenden Abfallmengen vorliegen. 
 

Wesentlichkeit
Die LEG ist sich ihrer unternehmerischen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst. Zu diesem Zweck findet eine kontinuierliche und strukturierte Auseinandersetzung mit sozialen und ökologischen Veränderungen statt. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung werden die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Wertschöpfung analysiert. Im Rahmen der Entscheidungsprozesse werden die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft berücksichtigt.

Seit dem Geschäftsjahr 2024 stützt sich die LEG dabei auf die doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS), welche vollständig angewendet werden. Der Prozess der Wesentlichkeitsanalyse sowie die aktuell zugrunde liegende Wesentlichkeitsbeurteilung werden im Geschäftsbericht 2025 in Kapitel "DR IRO-1: Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen" (S. 123 ff.) detailliert beschrieben. Die spezifischen Gegebenheiten der Immobilienbranche wurden im gesamten Prozess der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt und finden insbesondere in den Themenstandards E1 sowie S4 Beachtung.

Die Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen erfolgte durchgehend in enger Absprache mit dem Risikomanagement. Zudem wird diese jährlich validiert.


Performance-Bericht

Handlungsfeld Umwelt
Ausgehend vom Berichtsjahr 2024 wurden die Energieverbräuche und Emissionen für das Berichtsjahr 2025 über die Portfolioveränderungen 2025 hochgerechnet. Die Hochrechnung 2025 basiert auf den IST-Verbräuchen 2024. Für die Hochrechnung wird angenommen, dass das Heizverhalten der Mieter dem Vorjahr entspricht. Diese Verbräuche wurden auf die Witterungsbedingungen 2025 übertragen. Da 2025 deutlich kälter war als 2024, resultieren daraus höhere Verbrauchswerte und entsprechend erhöhte Emissionen. Sofern die IST-Verbräuche für 2025 vorliegen, können sich die dargestellten Werte entsprechend ändern.


Energieverbrauch 
Im Berichtsjahr 2025 verringerte sich der Stromverbrauch um insgesamt 0,12 %. Im Gegensatz dazu stiegen der Brennstoffverbrauch um 5,33 % sowie der Fernwärmeverbrauch um 10,81 %.

Die Energieintensität des Immobilienbestands erhöhte sich damit um 3,09 %. Diese Entwicklung ist auf den witterungsbedingt höheren Brennstoff- und Fernwärmebedarf sowie auf den Erwerb des BCP-Portfolios zurückzuführen.

In der Like-for-like-Betrachtung reduzierte sich der Stromverbrauch um 1,46 %.

Der Brennstoffverbrauch stieg um 0,77 %, der Fernwärmeverbrauch um 4,87 %. Die Zunahme resultiert insbesondere aus dem witterungsbedingt gestiegenen Energieverbrauch. Zusätzlich wurde 2025 der Ausbau einiger Fernwärmeanschlüsse umgesetzt, was ebenfalls zu höheren Verbrauchswerten führte.


Emissionen
Die Scope-1-Emissionen stiegen insgesamt um 5,16 %. Die Scope-2-Emissionen erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um 7,60 % in der standortbasierten sowie um 6,54 % in der marktbasierten Betrachtungsweise. In der marktbasierten Analyse gingen die durch Strom verursachten Emissionen im Vergleich zu 2024 2,85 % zurück, während die Emissionen aus Fernwärme um 9,73 % zunahmen. In der standortbasierten Betrachtung reduzierten sich die um 2,62 %, während die Emissionen aus Fernwärme um 10,81 % anstiegen.

Die Erhöhung der Emissionen von 2024 auf 2025 betrifft ausschließlich die tatsächlichen absoluten Emissionen und ist auf den Erwerb des BCP-Portfolios sowie einen witterungsbedingt erhöhten Energieverbrauch zurückzuführen.

Bezogen auf die Treibhausgas-Emissionsintensität stiegen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen von 24,98 im Jahr 2024 auf 25,61 im Jahr 2025 (standortbasiert) bzw. von 22,57 im Jahr 2024 auf 23,04 im Jahr 2024 (marktbasiert) in kg CO2e/m²/Jahr. Die Erhöhung der Emissionsintensität resultiert aus dem witterungsbedingten Energieverbrauch. In der klimabereinigten Betrachtung ist der THG-Emissionsintensitätskennwert hingegen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die klimabereinigten Werte werden in der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie im Klimapfad ausgewiesen.

In der Like-for-Like Betrachtung reduzierten sich die Scope-1-Emissionen insgesamt um 2,86 %. Die Scope-2-Emissionen stiegen hingegen um 2,42 % (marktbasiert) bzw. um 3,27 % (standortbasiert). Die marktbasierten Emissionen aus Strom verringerten sich im Vergleich von 2024 auf 2025 um 3,06 %. Die standortbasierten Emissionen aus Strom gingen um 2,82 % zurück. Diese Reduktion ist insbesondere auf den gestiegenen Anteil erneuerbarer Energien zurückzuführen.

Die Emissionen für Fernwärme nahmen in der Like-for-Like Analyse um 4,26 % (marktbasiert) bzw. um 4,87 % (standortbasiert) zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem witterungsbedingt gestiegenen Energieverbrauch. Die Scope-3-Emissionen („3.03 Vorkette Wärme“ und „3.13 Haushaltsstrom“) lagen insgesamt bei 176.839 t CO2e. Dies entspricht einer Senkung von 9,62 % im Vergleich zum Vorjahr.

Weitere Informationen zu den Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der THG-Emissionen im Portfolio sind ab Seite 136, ESRS E1: Klimawandel, des Geschäftsberichts, zu finden. 
 
Wasser
Der absolute Wasserverbrauch erhöhte sich 2025 gegenüber 2024 um 3,97 %. Der Wasserverbrauchskennwert ist konstant geblieben. In der Like-for-like-Betrachtung stieg der Verbrauch zwischen 2024 und 2023 um 1,07 %. Entsprechend hat sich der Wasserverbrauchskennwert in der Like-for-like-Betrachtung nicht verändert. Das gesamte Wasser stammt aus der kommunalen Wasserversorgung. Weitere Informationen zu den Maßnahmen in Bezug auf den Umgang mit Wasser im Immobilienbestand der LEG ist in der Richtlinie Wasser, unter www.leg-wohnen.de/unternehmen/nachhaltigkeit/kodizes-und-richtlinien/richtlinien/richtlinie-wasser, zu finden.

Abfallentsorgung 
Das Gesamtgewicht des angefallenen Abfalls in den 23 % der Wohnungen, für die Daten erhoben werden, sank zwischen 2024 und 2025 geringfügig um 0,01 %. Davon sind 59 % Restmüll, von dem nur ein geringer Teil auf Mülldeponien gelagert wird, während der Großteil des verbleibenden Teils zur Energierückgewinnung in Müllverbrennungsanlagen verbracht wird. In der Like-for-like-Betrachtung ist das Gesamtgewicht des angefallenen Abfalls in den Wohnungen, für die die LEG entsprechende Daten erheben konnte, zwischen 2024 und 2025 um 0,2 % gesunken.

Aufgrund der relativ geringen Erfassungsquote der Abfalldaten und der angewandten Berechnungsmethodik ist es schwierig, Rückschlüsse auf die Gesamtleistung zu ziehen. Dennoch werden verschiedene Maßnahmen angewendet, beispielsweise die Sensibilisierung der Mieter, um die Abfallmenge zu reduzieren. 

Gebäudezertifizierungen
Gebäudezertifizierungen beziehen sich auf Energieausweise, die derzeit für rund 96,4 % des Immobilienbestands der LEG (bezogen auf die Grundfläche) vorliegen. 55,6 % aller Wohnungen (2024: 46,5 %) verfügen über einen Energieeffizienzausweis der Effizienzklassen A+ bis D. Die Energieeffizienzklassen der Gebäude konnte in den letzten Jahren, dank der zahlreichen Dekarbonisierungsmaßnahmen, stetig verbessert werden. 


Handlungsfeld Gesellschaft

Diversität
Die LEG bemüht sich um eine ausgewogene Zusammensetzung der Belegschaft und die Gleichstellung der Geschlechter. Rund 35,6 % der direkten Beschäftigten und 25 % der Führungskräfte sind Frauen. Das Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen zum Grundgehalt und zur Vergütung von Männern beträgt bezogen auf alle Mitarbeiter rund 100,71 %, auf der Führungsebene liegt es bei 125,77 %. Unterschiede sind ausschließlich auf Beschäftigungsdauer und Dienstalter zurückzuführen. Seit 2024 werden auch die Mitarbeiter der TechnikServicePlus GmbH (TSP) mit in die Kennzahlen einbezogen. Der größte Anteil der Beschäftigten (50,87 %) ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. 31,55 % sind über 50 Jahre alt und 17,57 % sind unter 30 Jahre alt.


Aus- und Weiterbildung und Entwicklung
Die LEG fördert aktiv die berufliche Aus- und Weiterbildung und unterstützt die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter. 2025 entfielen auf weibliche Mitarbeiter im Durchschnitt rund 15,64 Schulungsstunden und auf männliche 18,33 Schulungsstunden zu verschiedenen Compliance- und beruflichen Themen sowie zur Förderung der Entwicklungsmöglichkeiten. Rund 77,7 % der Beschäftigten nahmen außerdem an einem Jahresgespräch zu ihrer beruflichen Entwicklung teil. Diese Gespräche werden als Dialog zwischen Mitarbeitern und Führungskräften geführt und bieten einen Einblick in die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter. Die Beschäftigten haben dabei auch die Möglichkeit, mit ihren Vorgesetzten darüber zu sprechen, welche Unterstützung sie sich wünschen, wie zufrieden sie im Beruf sind und wie sie sich im Unternehmen weiterentwickeln möchten. 

Weitere Informationen zum Thema Aus- und Weiterbildung und Entwicklung von Mitarbeitern sind in der Richtlinie Aus- und Weiterbildung, unter www.leg-wohnen.de/unternehmen/nachhaltigkeit/kodizes-und-richtlinien/richtlinien/richtlinie-aus-und-weiterbildung, zu finden.
 
Fluktuation
2025 wurden 305 neue Mitarbeiter eingestellt, was einer Neueinstellungsrate von rund 14,4 % entspricht. Gleichzeitig verließen 225 Mitarbeiter das Unternehmen, woraus sich eine Fluktuationsrate von 10,6 % ergibt. Weitere Informationen zu Initiativen in Bezug auf Mitarbeiter, u. a. im Bereich Mitarbeiterengagement, -zufriedenheit und -bindung, sind in zuvor genannter Richtlinie Aus- und Weiterbildung www.leg-wohnen.de/unternehmen/nachhaltigkeit/kodizes-und-richtlinien/richtlinien/richt­linie-aus-und-weiterbildung, zu finden.

Gesundheit und Sicherheit
Angesichts der Art der Arbeit stuft die LEG das Risiko im Bereich Mitarbeitergesundheit und -sicherheit im Allgemeinen als gering ein. Bestätigt wird dies durch eine Verletzungsrate von 2,06 % im Jahr 2025 und Ausfallstage von 0,11 %. Der häufigste Grund für Fehlzeiten sind Erkrankungen. 2025 verzeichnet die LEG eine Abwesenheitsrate von 14,04 Tagen pro Mitarbeitenden.

Die LEG gewährleistet die Standortsicherheit auf systematische und umfassende Weise, sowohl durch eigene Mitarbeiter als auch durch Dienstleister, welche Gebäude und Einrichtungen überprüfen und kontrollieren. Es wurden 100 % des Immobilienbestands 2025 einer solchen Gesundheits- und Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Bei Meldungen, Mängeln oder Unfallrisiken werden umgehend Handwerker beauftragt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Beseitigung des Mangels überprüft und dokumentiert.

Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter- und Mietergesundheit und -sicherheit sind auf der Seite 149 (ESRS S1: Eigene Belegschaft) und ab Seite 159 (ESRS S4: Verbraucher und Endnutzer) des Geschäftsberichts, zu finden. 

Förderung der Gemeinschaft
In 100 % des verwalteten Immobilienbestands werden Aktivitäten zur Förderung der Gemeinschaft organisiert. Zu diesen Aktivitäten gehören vielfältige Maßnahmen, die darauf abzielen, die Mieterzufriedenheit zu steigern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, für gute Nachbarschaft zu sorgen, lokale Gemeinschaften zu fördern und auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz und Beispiele für eine der zahlreichen Initiativen, die 2025 im Immobilienbestand der LEG durchgeführt wurden, sind ab S. 159, ESRS S4: Verbraucher und Endnutzer, des Geschäftsberichts, zu finden. 

Governance
Ausführliche Hintergrundinformationen zur Governance-Performance-Kennzahlen sowie ein Profil des Aufsichtsrats und eine Beschreibung des Nominierungsverfahren und des Umgangs mit potenziellen Interessenkonflikten sind auf Seite 14 f., Seite 24 f. und S. 92 f. des aktuellen Geschäftsberichts zu finden sowie unter www.leg-wohnen.de/unternehmen/leg-gruppe/vorstand-und-aufsichtsrat und www.leg-wohnen.de/unternehmen/nachhaltigkeit/kodizes-und-richtlinien. 

Herr Michael Zimmer als LEG-Aufsichtsratsvorsitzender ist umfangreich sozial engagiert und hat verschiedene Stiftungen initiiert oder selbst gegründet. Herr Zimmer ist jeweils Kuratoriumsvorsitzender dieser Stiftungen: Dein Zuhause hilft – Stiftung der LEG-Immobilien-Gruppe www.dein-zuhause-hilft.de, CORNELIUS-Stiftung für Kinder suchtkranker Eltern www.cornelius-stiftung.de, Der bewohnte Garten – Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst www.derbewohntegarten.de. Er verfügt somit über Kompetenzen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft. Alle drei Vorstandsmitglieder verfügen über Kompetenzen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft.