Nudging-Kampagne: „Verheiz dein Geld nicht!“

Green-Nudging für klimafreundlicheres Verhalten

Vom Pilotprojekt zum großflächigen Rollout

Eine Beeinflussung des Nutzerverhaltens (sog. Nudging) kann zur Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen – das gilt auch für die eingesetzte Wärmemenge in Mieterhaushalten. In der Heizperiode 2021/2022 wurde ein Pilot-Projekt im Bereich Green Nudging zusammen mit dem Hasso-Plattner-Institut und der Universität St. Gallen durchgeführt und in Teilen wissenschaftlich veröffentlicht. Es wurden einzelne Use Cases entwickelt, umgesetzt und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Kosten bewertet. 

Im Ergebnis zeigte sich, dass Plakataushänge und der Versand von Briefen mit Peer-Vergleichen zum Heizverbrauch das beste Verhältnis von Energieeinsparung zu Kosten erzielt. 

Der Energieverbrauch kann damit um ca. 5% gesenkt werden. Auf dessen Basis haben wir zwischen 2022 und Ende 2024 bis zu 17.000 Gebäude mit Heizplakaten ausgestattet und monatlich mittels Nudging-optimierten Heizverbrauchs-Informations-Schreiben informiert. Damit konnten wir bereits mehr als 6.000 t CO2e sparen. 

Wir prüfen gerade neue Nudging-Maßnahmen, und die Möglichkeiten zur optimierten Wiederholung bereits etablierter Nudging-Maßnahmen. Nudging soll zukünftig weiterhin eine Rolle in der Dekarbonisierungsstrategie spielen.

Eckdaten zum Pilotprojekt

  • 432 Wohnungen
    im LEG-Bestand in vier Clustern
     
  • Laufzeit:
    Oktober 2021 – April 2022
     
  • Erfolgreiche Maßnahmen:
    Energie-Einsparung je Mieter durch Plakate im Hausflur: ca. 5%
    Energie-Einsparung je Mieter Peer Group Vergleich per Brief: ca. 8%
     
  • Verworfene Maßnahmen:
    Peer Group Vergleich per geschützter E-Mail (wird nicht geöffnet)
    Thermostatgestaltung bzw. -haptik (z.B. Farbskala; Rasten) keine oder nur geringe Wirkung 

Bekannt aus Online-, Print- und TV-Medien