LEG und Europäische Investitionsbank unterzeichnen Kreditlinie zur Finanzierung von energetischen Modernisierungen im Wohnungsbestand

Weitere Daten 

Die LEG Immobilien AG und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben einen Kreditvertrag über 100 Millionen Euro abgeschlossen. Der Kredit der EU-Bank, der über Garantien aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ermöglicht wird, soll zur anteiligen Finanzierung von energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand der Immobiliengesellschaft verwendet werden. EFSI ist eine tragende Säule des Investitionsplans für Europa (IPE), in dem EIB und Europäische Kommission strategische Partner sind, und in dessen Rahmen die Finanzierungen der EU-Bank die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärken. 

Unterzeichnet wurde der Darlehensvertrag am 16. Dezember 2016 in Düsseldorf von Thomas Hegel, CEO der LEG Immobilien AG und Finanzvorstand Eckhard Schultz sowie Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank. Die Struktur der unbesicherten Finanzierung bietet der LEG ein Höchstmaß an Flexibilität zu sehr günstigen Konditionen. Die Kreditlinie kann in mehreren Tranchen gezogen werden und hat eine Laufzeit von bis zu 13 Jahren. Im November 2016 hatte die LEG ein Investitionsprogramm in Höhe von rund 200 Millionen Euro angekündigt.

„Wir freuen uns, mit der EIB einen gleichermaßen renommierten wie verlässlichen Partner gefunden zu haben, der sich ähnlichen Zielen verschrieben hat wie wir selbst. So strebt die EIB danach, an der Realisation tragfähiger Investitionen beteiligt zu sein, die den Lebensstandard und die Lebensqualität der Menschen in Europa spürbar verbessern. Wir als LEG möchten mit nachhaltigen Investitionen in unsere Gebäude den Wohnwert und Wohlfühlfaktor für unsere Mieter spürbar steigern“, so Eckhard Schultz. 

EIB-Präsident Hoyer hob hervor: „Die Europäische Investitionsbank nimmt eine führende Rolle im Klimaschutz ein. Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der LEG.  Die Mittel, die wir mit Hilfe des Investitionsplans für Europa zur Verfügung stellen, fließen unmittelbar in die energetische Sanierung von LEG-Wohngebäuden mit mehreren tausend Wohnungen in Nordrhein-Westfalen. Wir werden den Energieverbrauch in Deutschland nur spürbar verringern, wenn wir die Energieeffizienz im Gebäudesektor deutlich erhöhen. Das ist zentral für einen nachhaltigen Klimaschutz und das Gelingen der Energiewende.“

Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, erklärte hierzu: "Ich freue mich sehr, dass der EFSI Verbesserungen von Wohneinheiten unterstützt, von der viele tausend Menschen profitieren werden. Die heutige Vereinbarung zeigt das Potenzial der Investitionsoffensive, Investitionen zu fördern, die den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und eine wirkliche Verbesserung der Lebensqualität der Menschen im Alltag ermöglichen.“

Die Mittel der EU-Bank, die über Garantien aus EFSI abgesichert sind, fließen anteilig in das zusätzlich aufgelegte Modernisierungsprogramm der LEG. Als Ergebnis einer intensiven Analyse des LEG-Portfolios wurden für die nächsten drei Jahre Potenziale für zusätzliche Investitionen in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro identifiziert. Mit diesem umfangreichen Modernisierungsprogramm setzt die LEG ihre auf Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie weiter fort. 

Investiert wird ab Mitte 2017 vorrangig in energetische Sanierungen der Gebäudehüllen. Als weitere Maßnahmen sind Balkonanbauten, Badmodernisierungen und Dachgeschoss-Ausbauten bzw.            -Aufstockungen sowie Umbaumaßnahmen in seniorengerechte Wohnungen geplant. 

Die regionalen Schwerpunkte des Modernisierungsprogramms liegen in attraktiven Wachstumsmärkten wie Dortmund und Münster sowie im Großraum Düsseldorf. 

Hintergrundinformationen:

Die LEG ist mit rund 130.000 Mietwohnungen und zirka 350.000 Bewohnern eines der führenden Wohnungsunternehmen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen ist die LEG mit acht Niederlassungen und mit persönlichen Ansprechpartnern vor Ort vertreten. Die LEG erzielte im Geschäftsjahr 2015 Erlöse aus Vermietung und Verpachtung von rund 645 Millionen Euro.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die Bank vergibt langfristige Finanzierungen für tragfähige Projekte, die den Zielen der EU entsprechen. 

Der Investitionsplan für Europa 

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Dezember 2014 entschieden, in Europa eine Investitionsoffensive im Volumen von 315 Milliarden Euro zu starten. Die EU-Staaten reagieren mit der Initiative auf die anhaltende Investitions- und Innovationsschwäche in der Gemeinschaft. Die EIB-Gruppe, bestehend aus der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF), übernimmt in der Investitionsoffensive eine zentrale Rolle. Durch Garantien, die aus dem „Europäischen Fonds für Strategische Investitionen“ (EFSI) stammen, werden EIB und EIF in die Lage versetzt, mehr Risiko in Projekten zu übernehmen, damit private Geldgeber in diese Projekte einsteigen. Bislang wurden mit Hilfe von EFSI knapp 419 Transaktionen angestoßen, die Gesamtinvestitionen von mehr als 164 Milliarden Euro auslösen werden. Flankiert wird EFSI von einem neuen Beratungsdienst EIAH, der es öffentlichen und privaten Projektbetreibern ermöglicht, ihre Investitionsvorhaben professioneller zu strukturieren. Darüber hinaus sieht die Investitionsoffensive vor, das Regulierungsumfeld in Europa investitionsfreundlicher zu gestalten, besonders in den Bereichen Digital, Energie und Kapitalmarkt.


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