Soziales Engagement | Astrid Mendolia
04.12.2015 14:55

Bewährungsprobe für neue Häuser

DESWOS-Projekt auf den Philippinen

Das von der LEG unterstützte Bauprojekt auf den Philippinen nimmt Gestalt an. Trotz eines weiteren schweren Taifuns, der im Januar 2015 erneut über die Region Tanauan auf der Insel Leyte hinwegfegte – gerade mal ein gutes Jahr nach dem zerstörerischen Taifun Haiyan Ende 2013. Die gute Nachricht: Das Unwetter konnte den entstehenden sturm- und flutsicheren Häusern nichts anhaben.

Auf den durch Naturkatastrophen besonders gefährdeten Philippinen beteiligt sich die LEG am Bau von 13 Häusern im Rahmen eines größeren Projekts, bei dem die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V. ein Kofinanzierungspartner ist (wir berichteten). Zurzeit sind sieben Doppelhäuser, also 14 Wohneinheiten, fertiggestellt.

Was ist neben dem Hausbau wichtig?

Die Familien erhalten Unterstützung für ihr wirtschaftliches Fortkommen. In praxisbezogenen Schulungen lernen die Menschen, wie sie die Felder besser bewirtschaften können. Sie erhalten praktische Antworten auf viele Fragen: Wie lässt sich organischer Dünger herstellen? Wie kann man Reis, Gurken, Kürbisse und Melonen ertragreicher anbauen?

Die gemeinschaftliche Arbeit spielt dabei eine große Rolle. Sie hilft vielen Überlebenden, ihre traumatischen Erlebnisse nach dem verheerenden Taifun Haiyan zu überwinden. Wichtig ist auch die Vorsorge beim Katastrophenschutz. Was ist bei einem neuen Unwetter konkret zu tun? Wo kann ich einen Schutzraum für mich und meine Familie finden? Wie kann ich andere warnen und helfen?

Leben hat sich deutlich verbessert

Eine der vielen Geschichten aus der Region ist die von Zimmermann Mario Cinco, seiner Frau Leticia und ihren drei Kindern Michael, Maribeth und Mariet. Der Familienvater war vor dem Taifun über acht Monate schwer krank, konnte weder arbeiten noch laufen. In den Wirren des Tropensturms musste Mario als einziger in der Hütte zurückbleiben, während der Rest der Familie evakuiert wurde. Wie durch ein Wunder überlebte Mario. Der Sohn Michael wagte sich schon kurz nach der Katastrophe nach Hause und brachte seinen Vater in Sicherheit. Die Familie hatte durch den Taifun alles verloren und litt großen Hunger. Nur von Kokosnüssen und Abfällen konnte sie sich ernähren, bis sie einen Monat später endlich Hilfe bekam. Michael war alt genug, um anstelle des kranken Vaters als Bauhelfer einzuspringen. Heute haben Vater und Sohn Arbeit als Zimmerleute auf den Baustellen. Das Leben ist für sie viel besser geworden.

Aktion „Plant-for-the-Planet“ Mehr Infos auf: www.deswos.de


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